I. Acrylbilder (Hard-Edge-Malerei)
„Das Sehen soll aktiv werden. Nicht nur passives Über-sich-ergehen-lassen, sondern selbst sehen, suchen, fühlen, erkennen, erleben. Ja, man kann kreativ sehen lernen!“
Josef Albers (deutscher Maler und Kunstpädagoge, 1888 – 1976)

Birger Ferdinand josEpHiNE KARIN
2012 Acryl auf Leinwand 100 x 100
Meine Bilder zeichnen sich durch große Farbigkeit und hohe Leuchtkraft aus. Sie entspringen einer großen Freude an Formen und Linien, die sich aus der Beschäftigung mit Schrift und Ziffern ergeben.
„Nomen est Omen“, was so viel bedeutet wie „der Name ist Programm“. Mal gut erkennbar, mal klein und unscheinbar, mal äußerst gut getarnt, sind alle Buchstaben bzw. Ziffern des Bildtitels, aber auch Symbole, im Bild enthalten. Aus der je eigenen
Gestalt von Buchstaben oder Zahlen ergeben sich Flächen und Linien. Die Kunst besteht darin, sie in Beziehung zueinander zu setzen und sie zu einem neuen großen geometrischen Ganzen zu arrangieren. Das Dargestellte „kreativ zu sehen“, wie Josef Albers sagt, erfordert etwas Übung vom Betrachter, macht aber große Freude und vermittelt kleine Erfolgserlebnisse.
Die Bilder sind also weder durch die Natur inspiriert, noch entstehen sie durch innere Impulse während des Schaffensprozesses. Vielmehr wird nach einer detaillierten Studie der jeweiligen Form und Linienführung der gewählten Buchstaben der endgültige Entwurf auf die Leinwand übertragen. Danach erfolgt anschließend die farbliche Ausgestaltung spontan und impulsiv. Durch den diagonalen, symmetrischen Bildaufbau entsteht eine ganz eigene Gesamtkomposition, die ein Eigenleben der Formen und Linien ermöglicht.
Meine Bilder sind der Konstruktiven Kunst, Konkreten Kunst oder der Hard-Edge-Malerei zuzuordnen. Dabei werden Farbfelder in geometrischen Formen angeordnet. Charakteristisch sind die schablonenhaft hart voneinander abgegrenzten, flächig aufgetragenen Farben. Diesen Kunstrichtungen ist gemein, dass sie die Rationalität, Klarheit und Technologie betonen, anstatt die Realität abzubilden. Sie grenzen sich durch den Verzicht auf Emotionen von anderen Kunstformen ab.
II. Naturobjekte
Als große Gartenliebhaberin genieße ich in vielfältiger Form die Natur in meinen Garten im Rottenburger Weggental. Die bei der Gartenarbeit gesammelten zahlreichen Weinbergschneckenhäuser ließen meine Fantasie nicht ruhen. Was lässt sich mit diesen kleinen Naturschönheiten gestalten? Je nach Verfügbarkeit des sehr raren Arbeitsmaterials entstehen ganz besondere Naturobjekte. Jedes dieser Objekte dokumentiert und würdigt die großartige Leistung dieser kleinen Tiere
III. Zur Person
• geboren 1961 in Tübingen, aufgewachsen in Rottenburg a/N
• 1982 Praktikum in der Werbebranche (Graphikdesign)
• 1983 – 1986 Studium PH Reutlingen (Bildende Kunst und Mathematik);
• Ausbildung bei:
Axel von Criegern (Visuelle Kommunikation/Schrift und Typographie)
Guntram Funk (Malerei/Aquarellmalerei)
Gerhard Grimm (Kunstgeschichte/Textiles Werken)
Frido Hoberger (Aktzeichnen)
• 1986 – 1988 Referendariat
• 1990 – 2024 Unterrichtstätigkeit an der Carl-Joseph-Leiprecht-Schule, Rottenburg
• 2011 – 2024 Mitglied der Schulleitung der Carl-Joseph-Leiprecht-Schule, Rottenburg
Seit 2026 Mitglied im Verein Kunst im Kapuziner (KuKa), Rottenburg
Lebt in Rottenburg und in Hard (Vorarlberg)

Karin Rigger-Jahn
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