Hinaus, hinaus

Malerei zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit

In der aktuellen Ausstellung von Ute Wagner-Zavaglia wird eine Entwicklung sichtbar: Noch bis vor einigen Jahren überwog in ihrer Malweise nahezu ausschließlich die Abstraktion als ein freier, expressiver Gestus. Jetzt haben sich die abstrakten Werke, die weiterhin den Kern ihres Schaffens bilden, weiterentwickelt und zeigen nun häufig klarere, definierte Formen. Aber auch konkrete Darstellungen – wie etwa Natur und Landschaft – finden zunehmend Platz in ihrem Werk und eröffnen neue Perspektiven. Ein weiteres bemerkenswertes Element in dieser neuen Phase ist die Verwendung von Schrift als Gestaltungsmittel. Oft finden Gedichte ihren Weg in die Bildkomposition, wodurch die Schrift nicht nur als graphisches Element dient, sondern der poetische Inhalt selbst in den kreativen Prozess integriert ist. Dies fügt eine zusätzliche Dimension hinzu, die das Bild in seiner Bedeutung verstärkt und die visuelle Ausdruckskraft auf eine literarische Ebene hebt.
Trotz dieser Weiterentwicklung bleibt die Arbeitsweise der Künstlerin intuitiv: Jedes Werk entsteht im Prozess, ohne eine klare Vorstellung des Endergebnisses und ist ein spannender kreativer Dialog zwischen Material, Farbe und den spontanen Entscheidungen bei der Entwicklung des Bildes.